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AI · Umsatz · Funnel

Der langweiligste Weg, deinen Umsatz mit AI zu vervielfachen

Neulich saß ich am Küchentisch und habe gelesen, mein Sohn kam mit einer vollkommen banalen Frage um die Ecke, die vermutlich in drei Minuten hätte beantwortet sein können, und ungefähr 45 Minuten später waren wir immer noch nicht fertig, weil wir inzwischen darüber philosophierten, warum so viele Menschen fest davon überzeugt sind, dass das Leben hart und schwer sein müsse, obwohl ein erstaunlich großer Teil dieser Härte aus Regeln besteht, die irgendwann irgendjemand aufgestellt hat und die seitdem alle mit bemerkenswerter Disziplin weitertragen, als gäbe es dafür am Ende Bonuspunkte.

Solche Gespräche passieren bei uns ziemlich häufig, weil einer von uns mit irgendeinem Gedanken anfängt, der andere irgendwo eine Seitentür entdeckt und wir zehn Minuten später bei Menschen, Geld, Entscheidungen oder Business gelandet sind, während mindestens einer von uns versucht, einen Satz zu Ende zu bringen, dessen Anfang längst nicht mehr zu dem Gedanken passt, bei dem der Kopf inzwischen angekommen ist. Dann kommt irgendein Versprecher, wir lachen uns dumm und dämlich, versuchen uns zu erinnern, worüber wir eigentlich sprechen wollten, scheitern daran und machen eben an der Stelle weiter, an der wir gerade sind, was als strukturierte Gesprächsführung vermutlich durchfallen würde, uns aber erstaunlich wenig stört.

Was mich an diesen Gesprächen inzwischen manchmal mitten im Satz erwischt, ist der Mensch, der mir da gegenübersitzt. Gefühlt hatte ich gerade noch ein Kind vor mir, und plötzlich steht da ein 13-Jähriger, ungefähr zehn Zentimeter größer als iich, der Zusammenhänge erkennt, Dinge umsetzt und über Geld mit einer Leichtigkeit spricht, bei der ich mich gelegentlich frage, ob nicht eigentlich er demnächst meinen Businessnewsletter übernehmen sollte. Ich habe früher sehr viel darüber nachgedacht, was ich ihm mitgebe, wie ich über Geld spreche, welche Möglichkeiten ich ihm zeige, welche Haltung zu Arbeit und Freiheit er bei mir erlebt und ob all diese kleinen Sätze, Gespräche und Entscheidungen irgendwann irgendwo landen würden, und heute sehe ich langsam, wie diese Saat aufgeht.

Das ist ein ziemlich besonderes Gefühl, weil ich gleichzeitig weiß, dass ich diese Entwicklung überhaupt nicht beschleunigen konnte, indem ich jeden Morgen kontrolliert hätte, ob der gewünschte Gedanke inzwischen ausreichend gewachsen ist. Ich konnte Dinge zeigen, Fragen stellen, vorleben, erklären, wiederholen und irgendwann auch einfach vertrauen, dass etwas davon seinen Weg findet.

Vielleicht musste ich deshalb an diesem Küchentisch plötzlich an AI denken, denn während mein Sohn und ich darüber diskutierten, warum Menschen sich das Leben so gern schwer machen, fiel mir auf, dass wir in unseren Businesses exakt dieses Kunststück ebenfalls ziemlich professionell beherrschen. Mehr Umsatz soll offenbar mehr Reichweite brauchen, mehr Content, mehr Arbeitszeit, mehr Plattformen, mehr Produkte, mehr tägliche Präsenz und möglichst noch die Bereitschaft, bei jeder Änderung irgendeines Algorithmus so zu reagieren, als hätte die Europäische Zentralbank gerade persönlich unser Geschäftsmodell verboten.

Dann kommt AI und unsere große revolutionäre Idee lautet: Fantastisch, jetzt können wir das alles noch schneller machen. Da ist er, der Fortschritt.

Vom AI-Hype zur eigentlichen Umsatzfrage

Der langweiligste AI-Umsatzhebel beginnt nicht mit mehr

Ich verstehe vollkommen, warum wir AI zuerst einmal als Produktionsmaschine benutzen, denn es fühlt sich großartig an, wenn eine Arbeit, für die du früher einen halben Vormittag gebraucht hast, plötzlich in zwanzig Minuten vor dir liegt. Ich lasse mir ebenfalls Dinge sortieren, Content weiterverarbeiten, Strukturen prüfen, Zusammenhänge herausarbeiten und erste Fassungen bauen, weil ich keinen besonderen Orden dafür bekomme, eine Aufgabe absichtlich langsam zu erledigen.

Schwierig wird es dort, wo schneller automatisch mit wirtschaftlich wertvoller verwechselt wird, denn wenn dein Business an einer bestimmten Stelle Umsatz verliert, kann AI zwar dafür sorgen, dass du sehr viel schneller sehr viel mehr Menschen genau an diese Stelle bringst, aber das ist nicht unbedingt die Art Skalierung, von der wir später erzählen wollen.

Du kannst mit AI plötzlich 30 Posts statt fünf produzieren und weiterhin eine Verkaufsseite haben, nach deren Besuch niemand weiß, was sie eigentlich kaufen soll. Du kannst fünf Leadmagnete bauen, obwohl dein bisheriger bereits Menschen auf die Liste bringt und die interessantere Frage wäre dabei doch, warum diese Menschen drei Wochen später immer noch keinerlei Verbindung zu deinem Angebot sehen und als Nichtkäufer gelabelt Platz auf deiner Email Liste vergammeln. Du kannst einen kompletten Produktkatalog erschaffen, während die drei Produkte, die bereits existieren, nebeneinander auf deiner Website wohnen wie Nachbarn, die seit sieben Jahren höflich im Treppenhaus grüßen und ansonsten keinerlei Beziehung pflegen.

Mehr Output löst solche Probleme nicht, sondern gibt ihnen im besten Fall mehr Gesellschaft.

Ich will AI benutzen, um herauszufinden, wo bereits Aufmerksamkeit, Vertrauen, Produkte und Kaufbereitschaft vorhanden sind, aber die Verbindung zum nächsten sinnvollen Schritt fehlt.
Merksatz für später

Der wirtschaftlich spannende AI-Einsatz beginnt nicht bei der Frage, was du noch produzieren kannst, sondern dort, wo dein bestehendes Business bereits Wert erzeugt und trotzdem Umsatz zwischen zwei Stationen verloren geht.

Vielleicht brauchst du für mehr Umsatz gar nicht mehr Menschen

Nehmen wir als Beispiel eine Businesswoman, die ein digitales Produkt verkauft und mit diesem Produkt ein klar umrissenes Problem löst. Die Käuferin dieses Produktes arbeitet damit, kommt voran und steht anschließend nicht einfach für den Rest ihres Lebens zufrieden in der Ecke, sondern hat, wie Menschen das gemeinerweise tun, irgendwann die nächste Frage.

Vielleicht hat sie jetzt gelernt, ihr Angebot zu formulieren und merkt jetzt, dass kaum jemand die Verkaufsseite sieht. Vielleicht bekommt sie Pinterest-Traffic und stellt fest, dass Traffic allein noch keine Rechnungen bezahlt. Vielleicht verkauft sie ihr erstes digitales Produkt und fragt sich wenige Wochen später, wie daraus eigentlich ein stabilerer Umsatzweg wird. Das erste Problem wurde gelöst, und dadurch ist das zweite überhaupt erst sichtbar geworden.

Dieser Moment ist wirtschaftlich wahnsinnig interessant für die Businessfrau, weil die Kundin sie bereits kennt. Sie hat sie nicht zufällig entdecken, sie hat nicht zum ersten Mal eine ihrer Mails geöffnet und sie muss auch nicht mehr grundsätzlich herausfinden, ob sie Ahnung hast. Sie hat schon entschieden, dass sie vertraut. Und dennoch sehe ich, wie viele diesen ersten Kauf wie einen feierlichen Abschied feiern, indem sie die Login Daten überreichen, freundlich winken und sie anschließend wieder alleins ins Internet schicken.

Danach drehen wir uns um, produzieren neue Inhalte und versuchen, die nächste vollkommen fremde Kundin zu finden, was ich inzwischen ungefähr so logisch finde wie ein Restaurant, das jeden Gast nach der Vorspeise hinauskomplimentiert und anschließend draußen Flugblätter verteilt, um neue Gäste für freie Tische zu gewinnen.

Vielleicht könnten wir vorher kurz schauen, ob von den bestehenden Gästen noch jemand Hunger hat.

Die Mathematik dahinter ist fast enttäuschend unspektakulär

Stell dir vor, zehn Frauen kaufen ein Einstiegsprodukt für 49 Euro, womit zunächst 490 Euro Umsatz entstehen. Einige dieser Kundinnen haben nach dem Ergebnis eine sehr nachvollziehbare Anschlussfrage, für die du bereits ein passendes Angebot für 99 Euro besitzt, und drei der zehn entscheiden sich dafür.

Gleicher Eingang, mehr wirtschaftlicher Wert
10 Erstkäuferinnen × 49 € = 490 €
3 Folgekäufe × 99 € = 297 €
787 € statt 490 €

Keine zusätzliche Reichweite war dafür zwingend notwendig, kein weiterer Contentkanal musste eröffnet werden und du musstest dich auch nicht plötzlich davon überzeugen lassen, dass diese eine neue Plattform jetzt aber wirklich vollkommen anders funktioniert als die fünf davor.

Der Unterschied entstand, weil zwischen zwei echten Bedürfnissen eine sinnvolle Verbindung gebaut wurde.

Selbstverständlich heißt das nicht, dass aus zehn Käuferinnen automatisch drei weitere Käufe entstehen oder dass jede Produkttreppe dieselben Zahlen produziert, denn Preise, Zielgruppe, Problem, Angebot, Vertrauen und Timing spielen weiterhin eine Rolle und werden sich auch durch ausreichend selbstbewusstes Prompten nicht abschaffen lassen. Die Mechanik dahinter bleibt trotzdem dieselbe: Wenn ein Kundenweg mehrere passende Kaufmomente enthält, kann derselbe Eingang wirtschaftlich wesentlich wertvoller werden.

Gib der AI einen echten Job

AI kann sehen, was du im Alltag irgendwann nicht mehr siehst

Ein bestehendes Business sammelt mit der Zeit unglaublich viel Material an, nur leider selten an einer Stelle. Da liegen Produkte, Kundenmails, Supportfragen, Artikel, Freebies, Newsletter, Verkaufsseiten, Feedbacks, Notizen und vermutlich mindestens eine Datei mit einem Namen wie FINAL_neu_wirklichfinal2, die aus Gründen weiterhin nicht gelöscht werden darf.

Du kennst die einzelnen Teile, weil du sie gebaut hast, aber gerade dadurch wirst du an manchen Stellen betriebsblind. Diese eine Frage stellen Kunden seit Jahren, also fühlt sie sich für dich banal an, dieses Problem taucht nach einem Kauf regelmäßig auf, also beantwortest du es eben schnell, und vor einem Jahr hattest du mal einen Kurs entwickelt, der perfekt auf Produkt 1 aufbauen würde, das aber in Vergessenheit geraten ist und nun in der Schublade versauert, statt deinen Umsatz zu vervielfachen.

AI kann an dieser Stelle sehr langweilige und deshalb sehr wertvolle Arbeit übernehmen, indem sie Material nebeneinanderlegt, Muster erkennt und Verbindungen sichtbar macht. Ich kann ihr reale Kundinnenfragen geben und prüfen lassen, welche Themen wiederholt auftauchen, nachdem jemand ein bestimmtes Produkt gekauft hat, ich kann zwei oder fünf Angebote vergleichen lassen und untersuchen, welche Ergebnisse sie liefern, wo sie sich überschneiden und welches natürliche Anschlussproblem danach entsteht, und ich kann meine E-Mail-Sequenzen danebenlegen und fragen, ob eine Frau, die wegen Problem A eingestiegen ist, überhaupt nachvollziehen kann, weshalb sie später plötzlich Angebot B bekommt oder ob wir unterwegs eine Folge übersprungen haben.

Gerade bei E-Mail ist diese Verbindung schnell zu sehen, wenn eine Liste zwar wächst, daraus aber kaum Käuferinnen entstehen. In E-Mail-Liste wächst, aber niemand kauft: Daran liegt’s gehe ich deshalb ausführlicher auf die Stellen ein, an denen zwischen Eintragung, Vertrauen und Kauf etwas verloren gehen kann.

Der AI-Job hier

Kundinnenfragen clustern, Produkte vergleichen, Anschlussprobleme erkennen, E-Mail-Wege prüfen und vorhandene Lösungen wieder sichtbar machen. Erst beobachten, dann bauen.

Mein Lieblingsprompt wäre wahrscheinlich auf keiner AI-Konferenz besonders beeindruckend

Wenn ich mein Business wirtschaftlich anschauen will, frage ich AI nicht zuerst, welches neue Produkt ich bauen könnte, denn da brauche ich wirklich keine zusätzliche Unterstützung. Ich kann aus einer halbwegs interessanten Beobachtung innerhalb kürzester Zeit eine Produktidee machen und danach sehr überzeugend erklären, weshalb die Menschheit ohne dieses Produkt bislang nur knapp überlebt hat.

AI darf an dieser Stelle gern der Erwachsene im Raum sein.

Ich gebe ihr lieber meine bestehenden Produkte, die dazugehörigen Ergebnisse, häufige Kundinnenfragen und vorhandenen E-Mails und lasse zuerst untersuchen, was bereits da ist. Welche Frage entsteht nach welchem Ergebnis, gibt es dafür schon ein Angebot, wird dieses Angebot im richtigen Moment sichtbar und, falls tatsächlich etwas fehlt, tritt dieses Problem häufig genug auf, dass daraus überhaupt ein eigenständiges Produkt werden sollte?

Wenn die Antwort darauf wirklich ja lautet, wird Produktentwicklung spannend. Wie aus einer wiederkehrenden Frage ein begrenztes, verkaufbares Angebot werden kann, zeige ich ausführlicher in Digitales Produkt in 60 Minuten erstellen . Spannender finde ich inzwischen allerdings fast den anderen Ausgang: AI schaut sich alles an und kommt sinngemäß zu dem Schluss, dass ich nichts Neues brauche, sondern nur endlich zwei vorhandene Dinge miteinander verbinden sollte.

Verbindung ist für mich inzwischen wertvoller als Masse

Vielleicht hängt das auch damit zusammen, was ich seit 2024 verändert habe, denn damals habe ich bewusst eine Pause eingeläutet und unter anderem aufgehört, Coachings anzubieten, weil ich nicht mehr wollte, dass mein Business ständig Anspruch auf meine direkte Zeit erhebt.

Früher konnte ich mit meinem Sohn zusammen sein und gleichzeitig innerlich irgendwo anders herumturnen, weil da noch ein Termin war, eine Kundin etwas brauchte oder mein Kopf bereits beim nächsten Businessproblem hing. Seit dieser Pause ist gemeinsame Zeit für mich tatsächlich gemeinsame Zeit geworden, auch wenn ich dafür gelegentlich meinen inneren Willi einsammeln muss, der selbstverständlich während eines Gesprächs noch drei andere brillante Dinge bearbeiten möchte.

Willi ist mein Verstand, Willi hat selten Feierabend und Willi darf trotzdem manchmal einfach sitzenbleiben.

Wenn mein Sohn und ich heute 45 Minuten an einem Küchentisch sitzen und darüber reden, warum Menschen glauben, dass das Leben schwer sein muss, will ich dort sein und nicht gleichzeitig geistig irgendeinen Funnel reparieren. Ich sehe gerade viel zu deutlich, wie schnell Entwicklung passiert, denn gefühlt hatte ich eben noch ein Kind vor mir und heute sehe ich einen 13-Jährigen, der zehn Zentimeter größer ist und Gedanken über Geld, Menschen und Möglichkeiten formuliert, bei denen ich mir selbst manchmal denke, dass ich mir von dieser Leichtigkeit gern ein paar Scheiben abschneiden würde.

Zeit hat dadurch für mich eine andere Qualität bekommen, und deshalb ist „mehr Geld, mehr Business, mehr Erfolg“ als Businessstrategie für mich immer weniger attraktiv. Ich will Menschen erreichen, die wirklich wollen, besonders Mamas, und ihnen zeigen, dass sie ihr finanzielles Leben selbst bestimmen können, ohne dafür ein Onlinebusiness zu bauen, das anschließend exakt dieselbe Forderung stellt wie der Job, aus dem sie vielleicht gerade herauswollten: ständig verfügbar sein, ständig sichtbar sein, ständig reagieren und ständig wieder irgendetwas neu bauen.

Ich will ein Business, das sich dem Leben anpasst und nicht andersherum.

Der richtige nächste Schritt ist wertvoller als der größte Bauchladen

Ein Kundenweg wird für mich nicht besser, weil wir möglichst viele Angebote darin unterbringen, sondern weil die Angebote im richtigen Moment sinnvoll werden. Eine Kundin bekommt deshalb nicht einfach das Produkt, das gerade unbedingt verkauft werden soll, sondern im Idealfall genau den nächsten Schritt, der zu ihrer Situation passt.

Vielleicht hat sie Produkt A gekauft, damit ein konkretes Problem gelöst und braucht danach Produkt B, weil daraus eine logische Anschlussfrage entstanden ist. Vielleicht braucht sie erst einmal Zeit zum Umsetzen, vielleicht reicht eine hilfreiche E-Mail und vielleicht braucht sie überhaupt nichts von mir, was ebenfalls eine vollkommen akzeptable Antwort sein darf.

Ein Funnel wird für mich jedenfalls nicht automatisch besser, weil nach dem Checkout drei Upsells, zwei Orderbumps und ein Workshop aus dem Gebüsch springen. Ich möchte mehr Umsatz, aber ich möchte auch, dass eine Kundin am Ende denkt: „Ja, das ergibt Sinn“, und nicht: „Warum verfolgt mich diese Frau plötzlich mit PDFs?“

Jetzt prüfen wir dein Business

Vier Stellen, an denen dein Business Umsatz verlieren kann

Wenn ich ein bestehendes System auf Umsatzlecks prüfen würde, würde ich zuerst an vier Übergängen suchen:

  1. Nach dem Content: Eine Frau liest, versteht etwas und findet keinen sinnvollen nächsten Schritt.
  2. Nach dem Freebie: Sie trägt sich ein, bekommt E-Mails, aber der Weg zum passenden Angebot bleibt unklar.
  3. Nach dem Kauf: Das erste Problem ist gelöst, doch das entstehende Anschlussproblem wird nirgendwo aufgegriffen.
  4. Zwischen deinen Produkten: Passende Angebote existieren bereits, werden aber nicht als zusammenhängender Weg sichtbar.

Diese vier Stellen interessieren mich, weil dort häufig nicht mehr Content fehlt, sondern Verbindung. Wenn beispielsweise Pinterest bereits Besucherinnen bringt, daraus aber kaum Eintragungen entstehen, ist zusätzlicher Traffic nur bedingt aufregend. In Pinterest-Traffic, aber keine Anmeldungen? Das ist der Grund geht es genau um diesen Übergang zwischen gefunden werden und tatsächlich weitergehen.

An diesen vier Stellen würde ich AI anschließend mit echten Informationen arbeiten lassen, also mit Kundinnenfragen, Supportmails, Feedbacks, Produktbeschreibungen, E-Mail-Sequenzen, Artikeln und Verkaufsseiten, und ihr zunächst ausdrücklich verbieten, daraus sofort irgendetwas Neues zu bauen.

Der langweilige Umsatz-Audit, den ich heute machen würde

Nimm genau ein Angebot.

Schau dir an, welches konkrete Ergebnis deine Kundin damit erreicht und welche neue Frage typischerweise auftaucht, sobald dieses Ergebnis wirklich da ist.

Suche anschließend in echten E-Mails, Feedbacks, Supportfragen oder Gesprächen nach Belegen dafür, dass diese Anschlussfrage tatsächlich wiederkehrt.

Prüfe danach, ob du die Lösung bereits besitzt und ob deine Kundin im richtigen Moment überhaupt davon erfährt. Erst wenn hier wirklich eine Lücke sichtbar wird, darf AI etwas Neues bauen.

Vielleicht existiert ein passendes Produkt, ein Workshop, ein Artikel oder eine Dienstleistung, die perfekt anschließt, und niemand bekommt sie an dieser Stelle zu sehen. Vielleicht gibt es die Lösung noch nicht, aber dieselbe Frage taucht seit Monaten immer wieder auf. Vielleicht stellst du sogar fest, dass gar kein neues Produkt notwendig ist, sondern nur eine E-Mail, die einer Kundin zeigt, wo sie weitergehen kann, sobald dieses Problem auftaucht.

AI wird erstaunlich enthusiastisch, sobald man ihr zu früh die Tür öffnet, und wenige Minuten später besitzt du eine vollständige Produkttreppe, ein Webinar und eine Membership, obwohl du eigentlich nur wissen wolltest, ob drei Kundinnen dieselbe Frage gestellt haben.

Sehr hilfsbereit.

Mehr Automatisierung kann dein Business persönlicher machen

Das klingt zunächst widersprüchlich, weil Automatisierung nach Masse klingt und Persönlichkeit nach Handarbeit, aber für mich stimmt inzwischen eher das Gegenteil: Je mehr ich die Arbeit automatisiere, bei der meine persönliche Anwesenheit keinen zusätzlichen Wert erzeugt, desto mehr Zeit bleibt für die Dinge, bei denen sie tatsächlich etwas verändert.

Eine Kaufbestätigung braucht meine Seele nicht und das Sortieren von vierzig Supportfragen ebenfalls nicht. Eine AI darf Produkte vergleichen, E-Mails analysieren, Themen clustern und prüfen, ob ein Übergang logisch ist, während ich meine Zeit lieber für Entscheidungen behalte, die mein Business überhaupt erst zu meinem Business machen: Welche Menschen will ich erreichen, was glaube ich über Geld, wie soll sich eine Kundin bei mir fühlen, welches Ergebnis möchte ich wirklich liefern und welches Produkt würde ich ausschließlich bauen, weil irgendein Marketingmodell behauptet, an dieser Stelle müsse jetzt noch ein Upsell hin?

Wenn AI mir zwei Stunden zurückgibt und diese zwei Stunden später am Küchentisch landen, war das keine verlorene Produktivität. Das war der Plan.

Social Media ist dafür ein Werkzeug und keine Lebensform

Ich möchte Mamas auch deshalb zeigen, dass Social Media ein Werkzeug unter vielen ist und nicht die zentrale lebenserhaltende Maschine eines Onlinebusiness sein muss. Du kannst Social Media nutzen, dort verkaufen und Spaß daran haben, aber dein wirtschaftliches Leben sollte nicht davon abhängen, ob du heute ausreichend unterhaltsam, persönlich, fachlich, nahbar und verkaufsstark in irgendwelchen Stories aufgetaucht bist.

Pinterest mag ich in diesem Zusammenhang gerade deshalb, weil Menschen dort mit einem Interesse oder einer Suchabsicht unterwegs sein können und Content dadurch länger gefunden werden kann. Warum ich Pinterest nicht als klassische Social-Media-Plattform betrachte, habe ich in Pinterest ist keine Social-Media-Plattform und warum das wichtig ist ausführlicher erklärt.

Pinterest kann eine Tür öffnen, Google kann Menschen bringen, E-Mail kann Beziehung weiterführen, Evergreen-Content kann länger arbeiten und Produkte können aufeinander aufbauen, während AI die Fleißarbeit zwischen diesen Dingen übernimmt. Die spannende Frage lautet deshalb nicht, welches Werkzeug gerade am meisten Aufmerksamkeit bekommt, sondern ob deine Werkzeuge miteinander arbeiten.

Wo Pin2Sale aufhört und Funnel2Cash anfängt

Wenn dein Engpass noch darin liegt, Pinterest, Content, Freebie und E-Mail überhaupt erst zu einem durchgehenden Verkaufsweg zu verbinden, sitzt du in der Welt von Pin2Sale. Funnel2Cash setzt später an, dort, wo bereits Angebote und Käufe existieren und diese wirtschaftlich besser miteinander arbeiten sollen.

Aus Erkenntnis wird System

Funnel2Cash beginnt dort, wo deine vorhandenen Teile endlich miteinander reden sollen

Ich habe Funnel2Cash nicht gebaut, weil die Welt dringend noch einen weiteren Funnelkurs brauchte, denn ich bin ziemlich sicher, dass sie auch ohne einen weiteren violetten Funnelkreis in einer Präsentation weiterbestehen würde.

Mich interessiert die wirtschaftliche Frage dahinter: Wie baust du aus vorhandenen Produkten, Kundinnenfragen, Einstiegsangeboten, E-Mails und sinnvollen Ergänzungen einen Weg, bei dem ein erster Kauf nicht jedes Mal wieder der letzte Berührungspunkt sein muss?

Welche Produkte gehören zusammen, welcher Einstieg führt wohin, wo fehlt tatsächlich eine Stufe, wo passt ein Orderbump, weil er das erste Ergebnis sinnvoll ergänzt, wo ergibt ein Upsell Sinn und welche E-Mail braucht eine Kundin zwischen zwei Schritten, damit der Übergang nicht aussieht, als hätten wir unterwegs drei Kapitel verloren?

AI unterstützt dabei die Analyse, Angebotsentwicklung und wiederholbaren Arbeiten, ohne dass dein Business anschließend klingt, als wäre es von einer sehr fleißigen Maschine mit MBA übernommen worden.

Signature Product · Funnel2Cash

Deine Angebote dürfen endlich miteinander arbeiten.

Statt für jeden zusätzlichen Verkauf wieder neue Reichweite, neue Menschen und neue tägliche Präsenz zu brauchen, baust du einen Kundenweg aus Einstiegsangeboten, Produkttreppe, Orderbumps, Upsells und E-Mails, der vorhandene Kaufbereitschaft sinnvoll weiterführt.

Funnel2Cash ansehen →

Vielleicht ist der langweiligste Weg gerade deshalb mein Lieblingsweg

Während ich meinem Sohn am Küchentisch zugehört habe, wie er mit 13 über Dinge spricht, über die ich selbst sehr viel später bewusst nachgedacht habe, wurde mir wieder klar, wie stark gute Entwicklungen wirken können, wenn man ihnen Zeit, Aufmerksamkeit und die richtigen Impulse gibt, ohne jeden Tag daran herumzuziehen.

Ich habe über Jahre Saat gelegt, oft ohne zu wissen, welcher Satz hängen bleibt, welche Beobachtung später wichtig wird und welche Gedanken irgendwann seine eigenen werden, und heute sehe ich etwas davon wachsen.

Mein Business möchte ich inzwischen ähnlich behandeln, weil ich gute Dinge bauen, sie miteinander verbinden und ihnen die Chance geben will, länger zu arbeiten als der Moment, in dem ich sie erstellt habe. Ich möchte Kundinnen nicht ständig neu gewinnen müssen, wenn ich ihnen nach einem ersten Ergebnis weiterhin sinnvoll helfen kann, und ich möchte AI dafür einsetzen, Brüche zu finden, Wiederholung zu übernehmen und Verbindungen zu pflegen, statt mir noch mehr Masse vor die Füße zu kippen.

Vor allem möchte ich nicht jeden Euro mit einem weiteren Stück meines Lebens bezahlen.

Ich habe gesehen, wie schnell aus meinem Kind ein Teenager geworden ist, der mir gegenübersitzt und über Geld und Leben philosophiert, während ich innerlich manchmal nur denke: Junge, wann ist das eigentlich passiert?

Diese Zeit kann ich nicht skalieren und sie lässt sich auch nicht später wieder einkaufen, wenn mein Business irgendwann endlich „fertig“ ist, was vermutlich ohnehin ungefähr gleichzeitig mit dem Weltfrieden passiert.

Mein Business darf deshalb gern lernen, aus dem, was bereits da ist, sehr viel mehr zu machen, während AI die langweiligen Stellen übernimmt, Dinge verbindet und dafür sorgt, dass gute Arbeit nicht nach einem einzigen Einsatz wieder vergessen wird.

Ich sitze solange am Küchentisch.

Lve Marita

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